Glossar F

Fachbegriffe rund ums Heilen (Familienstellen - Fuß-Reflexzonenmassage)

Familienstellen (auch "Familienaufstellung")

von dem deutschen Familientherapeuten und Buchautor Bert Hellinger propagierte Form von Gruppenpsychotherapie. Ein "Aufstellender" wählt dabei unter den anwesenden Personen sogenannte "Stellvertreter" entsprechend seinem Problem und platziert sie intuitiv im Raum. Aufgrund der sich daraufhin entwickelnden psychischen Dynamik sollen die derart "gestellten" Stellvertreter nach einer Weile so denken, fühlen und agieren wie die (ihnen zumeist unbekannten) Personen, die sie repräsentieren. Die Stellvertreter können nun ihre eigenen Empfindungen und Gefühle "ausdrücken". Verwandte, Partner und andere Bezugspersonen des Klienten werden im strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam "psychisch" anwesend. Durch die hier ansetzende Prozessarbeit unter Anleitung sollen krankmachende Verstrickungen des "Aufstellenden" heilsamen Lösungen zugeführt werden.

Farbtherapie

Behandlungsformen, die sich die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und den menschlichen Organismus zunutze machen. In der esoterischen Heilerszene werden Farben bestimmte “Schwingungen” zugeordnet, die sich unterschiedlich auf das “Energiesystem” von Klienten auswirken sollen. Zur Behandlung werden u.a. Farbfolien, Farbstrahler oder farbige Tücher eingesetzt; manchen Heilern genügt es, eine bestimmte Farbe bloß zu visualisieren.

Feng Shui

(von chin. Feng: Wind, und Shui: Wasser), chinesische Form der Geomantie: die Kunst, Wohn- und Lebensräume so zu gestalten, dass der Mensch in Harmonie mit seiner Umgebung lebt. Von besonderer Bedeutung ist dabei der ungehinderte Fluss der Lebenenergie Chi und die gestalterische Anpassung an die Linien, auf denen sie unsere Umwelt durchströmt.

Fernheilen (auch “Fernbehandeln”)

Geistiges Heilen in Abwesenheit des Klienten, über beliebige Distanz. (Siehe H. Wiesendanger, Fernheilen, 3 Bände)

Fogo Sagrado

eine schamanische Heilweise, die der brasilianische Apotheker Aloysio Delgado Nascimento entwickelte. Dafür hatte er 15 Jahre lang Medizinmänner in brasilianischen Stämmen bei ihrer Heilarbeit beobachtet. Dabei stellte er fest, dass sie neben Kräutern und Ritualen stets auch ihren sechsten Sin einsetzen, um herauszufinden, was im Leben dieses kranken Indianers passiert war und was dazu führte, dass sich die Krankheit auf physischer, psychisch-emotionaler und/oder sozialer Ebene zeigte. Nach Aloysios Tod überarbeitete seine langjährige Mitarbeiterin Monica Oliveira die Therapietechnik, gab ihr den Namen „Heiliges Feuer“ und entwickelte Ausbildungskurse für Therapeuten. Im Mittelpunkt steht dabei die außersinnliche Wahrnehmung mittels „Kanalisieren“ (eine andere Art von Vermittlung), das direkten Zugang zum Unterbewusstsein des Kunden verschaffen soll, zu Schmerzen und Sperren in Körper und Geist. Diese Inhalte hindern den Betroffenen daran, sein Leben in Fülle, Harmonie und Glück zu führen. Eine einzelne Sitzung verläuft in vier Phasen: In der ersten Phase während der ersten Behandlung (rund 90 Minuten) wird die Arbeit erklärt: ihre Herkunft, wie sie funktioniert und wie sie fortgesetzt wird. In der zweiten Phase versucht der Therapeut das energetische Feld des Kunden zu lesen und zu interpretieren; dabei erhält er Zugang zu Bildern und Gefühlen, die aus dem Unterbewusstsein strömen. In der dritten Phase, der „Reinigungsphase“, entnimmt der Therapeut die Inhalte („energetische Körper“, ähnlich den samskaras im Hinduismus), drückt sie mit Gesten und Wörtern aus, befreit sie aus dem Feld des Kunden und leitet diese weiter an die Dimension des Lichts (egrégora), welche die Arbeit der Umwandlung dieser psycho-emotionalen Inhalte leitet und unterstützt. In der vierten Phase kommen diese Inhalte wieder an den Klienten zurück, nun aber in ihrer positiven und erweiterten Kraft (jetzt „Körper im Licht“ genannt), begleitet von einem „Passwort“ (Mantra), das verhindern soll, dass die alten, schon überwundenen Blockaden erneut aufgebaut werden.

Focusing

erlebnisbezogene Psychotherapie, die in den sechziger Jahren von dem US-amerikanischen Philosophen und Psychologen Eugene T. Gendlin entwickel wurde. Das Focusing (von engl. to focus: in den Brennpunkt rücken, scharf einstellen) orientiert sich an bedeutungshaltigen Körperempfindungen, dem sog. Felt Sense, die der Klient als "körperliche Resonanz" zu seinem Problem fühlen lernt. Indem der Klient für diese körperlich spürbare Bedeutung eines Problems schrittweise Symbole findet - z.B. stimmige Wörter, Bilder, Bewegungen -, soll er Aspekte seines Problems, die seinem Bewusstsein zuvor unzugänglich oder unklar waren, besser verstehen und verändern können.

(Fuß-)Reflexzonenmassage

physiotherapeutische Behandlungsform, die davon ausgeht, dass sich alle Organe und Muskelgruppen in einem System reflexartiger Wechselwirkungen auf der Hautoberfläche und im Haut-Unterhautbereich "spiegeln". Es gibt sie am Rücken, am Fuß, an der Hand, am Ohr, an der Nase und am Schädel. Entsprechend sollen sie diagnostisch und therapeutisch nutzbar sein.