Tipps

Damit Sie mit „Wunderheilern“ kein blaues Wunder erleben –
Elf Goldene Regeln für Hilfesuchende

Tipps Von Dr. Harald Wiesendanger

  1. Lassen Sie sich nicht irremachen: weder durch ärztliche Bedenken, noch durch abfällige Äußerungen seitens Verwandter, Freunde und Kollegen, noch durch Einwände von kirchlicher Seite, noch von angeblichen wissenschaftlichen "Forschungslücken", noch vom Mangel an Erklärungen. Es gibt für Patienten keinen vernünftigen Grund, sich nicht auf Geistiges Heilen einzulassen, egal bei welcher Diagnose: Die Mehrzahl der Behandelten profitiert davon. (Siehe Geistheiler - Der Ratgeber, Kap. 1: “Die Statistik des Wunders”. > Infos) Zwar kommen vollständige Heilungen nur ausnahmsweise vor - doch jede noch so geringe Chance ist immer noch besser als überhaupt keine mehr. Und selbst wenn Geistiges Heilen nichts nützt, richtet es immerhin keinerlei Schaden an.
  2. Schrauben Sie überzogene Erwartungen zurück. Geistheiler sind keine allmächtigen Wundertäter. Haben Sie Geduld: Je fortgeschrittener Ihr Leiden ist, je länger es bereits andauert, desto schwerer wird ihm Geistiges Heilen beikommen. Oft ist keine vollständige Genesung mehr möglich, immerhin aber eine Linderung - und zumeist eine deutliche, anhaltende Verbesserung des Allgemeinbefindens.
  3. Informieren Sie sich. Verschaffen Sie sich zumindest einen groben Überblick über die verschiedenen Formen Geistigen Heilens, über Möglichkeiten und Grenzen, über Methoden und theoretische Hintergründe. (Dabei hilft Ihnen hoffentlich Das Große Buch vom Geistigen Heilen. > Infos) Denn die Vielfalt ist enorm - und nicht jede Heilweise passt zu jedem Patienten bei beliebiger Diagnose.
  4. Werden Sie zum bewussten Selbstheiler. Machen Sie sich klar, was Sie selbst zu Ihrer Genesung beitragen können. Keine Geistheilung kann gelingen, wenn Sie nicht mithelfen, die inneren und äußeren Umstände zu ändern, unter denen sich Ihre Krankheit entwickelte. (Siehe Geistheiler - Der Ratgeber, Kap. 7 und 10. > Infos) Geistiges Heilen ist keine “übernatürliche” Strahlentherapie, die Sie passiv über sich ergehen lassen können. Es regt - sowohl mit psychologischen als auch mit vorerst rätselhaften physikalischen Mitteln - Ihre Selbstheilungskräfte an, und deshalb sind letztlich Sie der Heiler.
  5. Sehen Sie in Geistigem Heilen keinesfalls eine Alternative zur Schulmedizin, sondern bloß eine sinnvolle Ergänzung. Heiler sind keine Ersatzdoktoren. (Siehe das Kapitel “Gefährliche Alternative - Geistheiler ersetzen nicht den Arzt” in Geistheiler - Der Ratgeber. > Infos)
  6. Fahnden Sie unter Heilern nicht nach "Spezialisten" für Ihr besonderes Krankheitsbild. Es gibt keine, allen Gerüchten zum Trotz. (Siehe “Spezialist gesucht - Gibt es auch unter Heilern Fachleute für bestimmte Krankheiten?” in Geistheiler - Der Ratgeber. > Infos)
  7. Vertrauen Sie auf der Suche nach einem fähigen, seriösen Geistheiler Ihrem persönlichen Eindruck, Ihrer Intuition, Ihrer Menschenkenntnis. Sie sind verlässlichere Ratgeber als bloßes Hörensagen, als Meldungen in Presse, Funk und Fernsehen, als Anzeigen und Werbebroschüren. Skepsis ist auch gegenüber Empfehlungen durch Heilerverbände angebracht: Sie vermitteln ausschließlich eigene Mitglieder. Manche betätigen sich als Agenturen zur Klientenbeschaffung, wodurch sie besonders attraktiv für Anfänger, Mittelmäßige und Nichtskönner sind, denen Kundschaft fehlt; ein wirklich guter Heiler kann darauf verzichten, allein die Mundpropaganda zufriedener Patienten beschert ihm im allgemeinen mehr Arbeit, als er bewältigen kann. Die Zugehörigkeit zu einem Verein bürgt weder für mehr Charakter, noch für mehr Moral, noch für größere therapeutische Befähigung, wie sogenannte “Ehrenkodices”, “Diplome”, “Prüfungen” und anderes Wortgeklingel vorgaukeln. Fähige, seriöse Heiler gibt es auch außerhalb von Vereinen. (Siehe Könner gesucht und Geistheiler - Der Ratgeber, Kap. 26, 28. > Infos)
    Beschaffen Sie sich zunächst Anschriften und Telefonnummern von Heilern in der Nähe Ihres Wohnorts. Rufen Sie mehrere an. Vereinbaren Sie einen Termin zum Kennenlernen. Lassen Sie sich genau erläuten, wie Ihre Behandlung ablaufen soll. Klären Sie vorab die Honorarfrage. Hören Sie auf Ihre innere Stimme: Meint es dieser Mensch gut mit Ihnen? Fühlen Sie sich in seiner Gegenwart wohl, angenommen und aufgehoben? Liegen Sie mit ihm "auf gleicher Wellenlänge"? Treffen Sie erst dann Ihre Wahl. Brechen Sie eine Behandlung dann ab, wenn sie nicht nach spätestens fünf Sitzungen zu einer ersten spürbaren Linderung von Beschwerden geführt hat. Ein anderer Heiler, eine andere Heilmethode kommt bei Ihnen dann möglicherweise weiter.
  8. Achten Sie vom ersten Kontakt an aufmerksam auf Anzeichen, die den Scharlatan verraten: Er kommt seltener vor, als panikmachende Kritiker ungeprüft unterstellen, aber häufiger, als blauäugige Esoteriker wahrhaben wollen. Vor allem folgende Merkmale sollten Sie stutzig machen (siehe Geistheiler - Der Ratgeber, Kap. 30. > Infos):
    • Der Heiler verspricht Ihnen rasche, vollständige Heilung.
    • Er stellt Ihnen unüberprüfbare Diagnosen.
    • Er hält Sie davon ab, zum Arzt zu gehen, und äußert sich pauschal abfällig über die Medizin.
    • Er bedrängt Sie, laufende ärztliche Behandlungen abzubrechen, Medikamente abzusetzen.
    • Er droht Ihnen mit einer Verschlimmerung Ihres Leidens, falls Sie sich nicht auf ihn einlassen bzw. sich nicht von ihm weiterbehandeln lassen möchten.
    • Er versucht Sie mit angeblichen Gütesiegeln wie “Diplomen”, “Anerkennungen”, “Zulassungen”, “Prüfungen” zu beeindrucken - in der Hoffnung auf Ihre Unkenntnis, dass es gegenwärtig kein einziges auch nur halbwegs wissenschaftlich abgesichertes Prüfverfahren für Geistheiler gibt.
    • Er nimmt sich keine Zeit für Sie, lässt Wärme und Anteilnahme vermissen. Hoffnung darf nicht blind machen. Das Licht am Ende des Tunnels - es könnte immer auch ein entgegenkommender Zug sein.
  9. Lassen Sie sich nicht zum Sündenbock machen. Dass „alle Heilung letztlich Selbstheilung“ ist (siehe Punkt 4), nutzen Heiler gerne zu bequemen Ausflüchten, wenn ihre Grenzen offenkundig werden: “Wenn ich nichts oder zuwenig zustande bringe, liegt das nicht an mir, sondern am Patienten: seinem Karma, seiner mangelnden Offenheit, seiner spirituellen Unterentwicklung, seinen energetischen Blockaden, einer göttlichen Vorsehung.“ Weil sich solche Hemmnisse stets herbeispekulieren lassen, immunisieren sie Heiler gegen jedwede Kritik. Dass es letztlich der Patient ist, der sich selber heilt - er ist der eigentliche Heiler -, ändert nichts an dem Umstand, dass in Gegenwart mancher Heiler Selbstheilungsprozesse deutlich häufiger, rascher, nachhaltiger und bei schwerwiegenderen Diagnosen in Gang kommen als bei anderen. Diese Unterschiede hängen zweifellos auch mit Fähigkeiten zusammen, über die Heiler in recht unterschiedlichem Maße verfügen. Diese zu vergleichen, ist legitim, notwendig und durchaus möglich. Sonst verlassen Sie schlimmstenfalls eine Heilerpraxis nicht bloß ebenso krank und ein wenig ärmer als vorher - obendrein müssen Sie sich auch noch schuldig fühlen.
  10. Lassen Sie sich auf Inserate oder sonstige Werbung gar nicht erst ein. Meiden Sie Heiler mit dubiosen akademischen Titeln, ebenso wie die vermeintlichen "Stars" der Szene: Meist sind sie zu überlaufen, zu teuer, zu weit weg. (Siehe Geistheiler - Der Ratgeber, Kap. 21, 28. > Infos)
  11. "Fernbehandlungen" sind immer nur die zweitbeste Lösung. Beim Geistigen Heilen, wie überhaupt in therapeutischen Beziehungen, ist persönlicher Kontakt ein wesentlicher Faktor. (Siehe Geistheiler - Der Ratgeber, Kap. 33 und Fernheilen, Band 1 u. 2. > Infos)